APROLMA

APROLMA ( Asociacion Productoras Libres de Marcala )

Der Marburger Weltladen bezieht für den Elisabeth-Kaffee als Teil eines Partnerschaftsprojektes den Rohkaffee von der Frauenorganisation APROLMA in Honduras.
APROLMA ist eine junge Vereinigung von Kaffee produzierenden Frauen in Marcala/ Honduras.Das Kaffeeanbaugebiet gehört zu den besten in Honduras und liegt im Hochland im Bezirk La Paz.

APROLMA hat sich 2013 gegründet, wobei von den 39 Gründungsfrauen 30 vorher bei Comucap
organisiert waren, die zuerst den Kaffee für den Elisabeth-Kaffee produziert hatten.
Die rasche Entwicklung von APROLMA ist auch von anderen Kaffeekooperativen in Marcala unterstützt worden.So konnte APROLMA schon 2014 die Bio-Zertifizierung für ihren Kaffee erreichen.
2015 folgte dann die FLO-Zertifizierung als Nachweis, dass APROLMA die Bedingungen des Fairen Handels erfüllt.

2016 sind schon 79 Frauen Mitglied bei APROLMA. Mitglied können dabei ausschließlich Frauen werden, die selbst eigenen Kaffee anbauen.Dabei sind die Kaffeegärten der Frauen relativ klein.
So besitzen sie zwischen einem und fünf Manzanas (das sind zwischen 0,7 und 3,5 ha).

Als junge Organisation haben die Frauen von APROLMA derzeit nur ihren Kaffeeanbau. Die Weiterverarbeitung wie Schälen und Trocknen des Kaffees erfolgte auf gemieteten Anlagen. Inzwischen hat die Organisation neben einer großen gemieteten Anlage eine kleine eigene Anlage auf einem gepachteten Grundstück in Betrieb genommen.
Der Erwerb einer größeren Verarbeitungsanlagen bleibt aber eines der wichtigsten Ziele für die Unabhängigkeit der Organisation und perspektivisch für die Senkung der Weiterverarbeitungskosten.
Für das Erntejahr 2015/2016 erwarten die Frauen, dass sie 9-10 Container Kaffee exportieren können.
Über die Produktion von Kaffee hinaus haben 14 Frauen ,die größtenteils auch Mitglied von APROLMA sind in der kleinen Stadt Chinacla in der Nähe von Marcala die Frauenorganisation MUJALE gegründet (MUJALE: Mujeres Emprendedoras al Éxito). Diese Organisation versteht sich als Produktionsgemeinschaft, die Aloe Vera anbaut und als Gel verkaufen und zu Creme, Shampoo, Saft und Kompott weiterverarbeiten.
Auch Früchte werden zu Marmeladen, Saft und Wein weiterverarbeitet und verkauft und tragen so zur Verbesserung des Familieneinkommens bei.
Nächstes wichtiges Ziel von APROLMA ist die soziale Arbeit zu intensivieren. Frauen in Not intensiver beraten zu können und sich mit dem immer stärker werdenden Problem von Teenagerschwangerschaften zu beschäftigen. Hierzu fehlt ihnen bisher noch ein fester Standort, wie etwa ein Frauenhaus.
So ist eine wichtige Strategie von APROLMA die Einnahmen über den Kaffeeverkauf so zu steigern, dass sie möglichst unabhängig ihre soziale Arbeit finanzieren können, und um nicht so sehr von Spenden und Projektgeldern abhängig zu sein.